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                                                                             Biografie So nachzulesen im Buch "ELZTÄLER Land · Leute · Natur" Der Zwilling Helmut Zimmermann wurde am 23. Mai 1951 in Waldkirch geboren und wie ich bald erfahren sollte,warteten bereits zwei Schwestern auf mich: Monika und Gisela. Mein Vater Max Zimmermann war kaufmännischer Angestellter bei der AOK und Musiklehrer für Akkordeon.                 Meine Mutter Maria war - wie damals gang und gebe - eine vielbeschäftigte Frau, die einerseits in einem Betrieb arbeitete und gleichzeitig Hausfrau war. Das war unsere Familie, mein vertrautes Heim, zu dem sich von Anfang an ein weiterer „vertrauter Freund“ gesellte: Die Musik. Bei uns daheim wurden die Schüler der umliegenden Akkordeonvereine unterrichtet und meine Eltern ließen keine Gelegenheit aus, mich zu musikalischen Veranstaltungen mitzunehmen. Vom ersten Atemzug an, hatte ich einen ständigen Begleiter: Die Musik. Sehr früh verspürte ich den Wunsch in einer „Band“ zu spielen. Außer Akkordeon hatte ich in unserem Keller auch E-Gitarre gelernt. 1966 traf ich auf die „Black Beats“, eine Band mit der wir in der Kollnauer Bahnhofs-Kneipe auf der Kegelbahn probten. Danach folgte die berühmt-berüchtigte Zeit mit den „Chicagos“. Dort in der Waldkircher Turmstraße, wo wir probten, gab es die ersten Kontakte zu der Damenwelt und die damit verbundenen Annehmlichkeiten. Wer glaubt, dass sich bei mir alles nur um Musik drehte, irrt. Zeitgleich erlernte ich meinen Wunschberuf und wurde Elektroinstallateur. Mein Lehrmeister war Werner Rümmele, ein Mann, dem ich noch öfters begegnen sollte und dem ich viel zu verdanken habe. Im Jahre 1969 haben sich die Musiker Jupp Schweizer, Mike Hug, Walter Ruf und ich zusammengeschlossen und der gerade aufgelösten Band „Golden Melody“ neues Leben eingehaucht. In dieser Band spielten wir über Jahre hinweg besonders erfolgreich, bis ich - recht spät - bei der Bundeswehr antreten musste. Noch vor Dienstantritt wollte ich eine wichtige Sache regeln. Meiner Jugendliebe Gaby (Herbstritt) gab ich das „Ja-Wort“. Jetzt, nach über dreißig Jahren, wird sie mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass sie es nicht immer leicht hatte mit ihrem hyperaktiven Zwilling, aber an unserer Zuneigung und Liebe hat sich bis heute nichts geändert. Neben seiner Familie und der Musik hatte mein Vater noch eine dritte Leidenschaft: Die Kunst der Fotografie. Ich erinnere mich - als wär’ es erst gestern gewesen - wie wir das Badezimmer unserer Wohnung in der Friedrichstraße in Kollnau in ein Fotolabor verwandelten. Wir tauchten unsere s/w-Abzüge in große Schalen: „Entwickeln, fixieren, dann wässern“. Bereits im zarten Kindesalter entdeckte ich meine Leidenschaft für die Fotografie. Es war naheliegend, dass ich bald Mitglied im Fotoclub Ebringen wurde. Dieser äußerst aktive Verein war zum Brennpunkt geworden. Es war ausgesprochen erfreulich, dass man die ganze Familie in die Aktivitäten integrieren konnte, denn mittlerweile hatten wir Nachwuchs bekommen. Unsere Tochter „Petra“ begleitete uns begeistert und voller Neugier. Nach Jahren einer äußerst aktiven und engagierten Tätigkeit im Ebringer Fotoclub gründete ich einen eigenen, den Waldkircher Fotoclub. Die Resonanz war gewaltig und kurze Zeit später richteten wir im Keller des alten Kollnauer Kindergartens unser Fotolabor ein. Die Jahre vergingen. Seit über zehn Jahren war ich bei der Firma Rümmele tätig. Es waren lehrreiche Jahre denen ein Wechsel des Arbeitsplatzes folgen sollte. Die nächsten sechs Jahre war ich bei der Heizungsfirma Seidenberger tätig. Zeitgleich tauchten die ersten „Drachenflieger“ am Himmel auf. Für den „Zwilling“ Helmut Zimmermann - Spitzname Lambo - stand fest: „Das lernst du auch!“ Irgendwo am Kaiserstuhl wurden die ersten Lehrgänge veranstaltet und gleich beim zweiten Kurs war ich dabei. Die Prüfung bestand ich anstandslos und gehörte nun zu dem Dutzend Waldkircher, die eine Berechtigung besaßen, die abenteuerliche Konstruktionen eines „Hängegleiters“ auch fliegen zu dürfen.      Nachträglich betrachtet, muss ich zugeben, dass wir unerhört viel Glück hatten. Nennenswerte Unfälle hat es nicht gegeben. Das grenzt an ein Wunder, denn in meiner aktiven Zeit habe ich es auf fast 1000 Flüge gebracht. Flüge die mit sehr rudimentärem Material durchgeführt wurden. Schnell musste ich feststellen, dass man zum Drachenfliegen auch eine Werkstatt und Ersatzteile braucht. Zusammen mit der Drachenflugschule „Dryeckland“ mietete ich eine 250 Quadratmeter große Halle, in der Hängegleiter gewartet, repariert und erworben werden konnten.                          Es war ein ein Tag im Januar des Jahres 1981, als abends das Telefon klingelte. Mein ehemaliger Lehrmeister Werner Rümmele war am anderen Ende der Leitung. Er betreute die Waldkircher Herz-Kreislauf-Klinik in allen Elektrofragen und hatte eine kurze Frage: „Helmut, hättest du Lust und Laune all dein Wissen und Können als Haustechniker einzubringen?“ Das war der Beginn einer über 26 Jahre andauernden Tätigkeit, die bis heute mein Leben bestimmt. Seit 2005 bin ich vorwiegend im Talhaus tätig, welches 1999 zu einem Senioren-Wohnpark umgebaut wurde und fast 70 Bewohnern ein neues Zuhause gibt. Es ist eine schöne und erfüllende Aufgabe dafür zu sorgen, dass technisch betrachtet, alles - im und rund ums Haus - in bester Ordnung ist. Im Jahre 1985 rief mich Kurt Beckmann an. Zusammen mit dem Schlagzeuger Günter Schindler (Kigili) waren sie die Band „Calypso“. Auf die Frage ob ich bei ihnen mitspielen will, folgte ein klares „Ja“ meinerseits. Das notwendige Equipment wurde schnell besorgt und die unerlässlichen Proben fanden in „Lambos Delta Shop“ statt. Die Band „Calypso“ führe ich bis heute, in unterschiedlichen Besetzungen fort. Meine Leidenschaft für Musik möchte ich so lange wie nur möglich beibehalten. Sie gibt mir die unerlässliche Ausgeglichenheit und Ruhe. Bis heute bin ich meinem Vater dankbar, dass er mir den Weg zur Musik gezeigt und geebnet hat. Ohne Musik wäre ich nur der halbe „Zwilling“ Helmut Zimmermann.       Zwei meiner engsten Freunde erlitten beim Drachenfliegen schwere Unfälle. Ein Vorgang, der mich kurzfristig aus der Bahn warf und nachdenklich machte. Nach zehn herrlichen und unfallfreien Jahren gab ich das Drachenfliegen endgültig auf. Anfang der 90er Jahre entdeckte ich eine weitere Leidenschaft. Zusammen mit meiner Tochter Petra widmeten wir uns der Reiterei. Für über zehn Jahre hatten wir auf den Petershöfen zwei wunderschöne arabische Vollblüter: Shetan und Shahir. Im Jahre 2001 wurde unsere Enkelin „Natalie“ geboren und drei Jahre später folgte „Jessica“. Neben meiner Frau Gaby und der Musik, sind die „beiden Mädels“ zwei weitere Brennpunkte in meinem Leben geworden.
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